Unsere Zivilisationserkrankungen:
Das Problem – die Lösung

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Trotz hoher medizinischer Standards nehmen das metabolische Syndrom, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Demenz und Krebs immer weiter zu. Wir ster­ben kaum mehr an Infektionskrankheiten, sondern leiden an Krankheiten, die früher nahezu unbekannt waren. Was sind die wirklichen Ursachen unserer Zivi­lisationskrankheiten? Und was können wir dagegen tun? Das Fachbuch mit über 1400 zitierten Studien erklärt die vielen Widersprüche in Ernährungsfragen und liefert Antworten, die endlich ein mehrdimensiona- les Gesamtbild ergeben.

Der durchschnittliche Zivilisationsmensch sitzt im Büro und snackt Zucker und Weißmehl in Kombination mit tieri­schem Protein, was die Insulinspiegel besonders stark in die Höhe treibt. So steigt die Sucht nach den anabolen, sympa­thikomimetischen Insulinwirkungen stetig an.

Vor allem gesättigte Fettsäuren und Proteine aus Fleisch und Milchprodukten fördern bei Bewegungsmangel die Insu­linresistenz. Ein Teufelskreis, der abdominale Fettleibigkeit, Fettleber, Hyperinsulinämie und das metabolische Syndrom unweigerlich im Schlepptau hat und die Tür für Diabetes mellitus Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs öffnet. Auch in Asien, wo vielerorts, wie z. B. in Okinawa, ausgeprägte Langlebigkeitsphänome wissenschaftlich belegt sind und die Menschen sich traditionell überwiegend pflanzlich ernährt haben, treten die gleichen Zivilisationserkrankungen epide­mieartig auf, seitdem eine Verwestlichung der Ernährungs-und Lebensweise stattfindet.

Bemerkenswert ist das wissenschaftlich bestens unter­suchte Beispiel der Adventisten: Unter den Adventisten errei­chen die Männer, die sich vegetarisch ernähren und gesund leben, eine Lebenserwartung von 87 Jahren und leben damit 10 Jahre länger als der durchschnittliche Deutsche.

Der Zivilisationsmensch ist nicht von Hunger, sondern von „leeren Kalorien“ bedroht: Da heute die Belastung des Gehirns und des Nervensystems höher ist als die der Mus­keln, benötigen wir Nahrung mit hoher Vitalstoff-, aber nied­riger Energiedichte. Insbesondere für das Nervensystem, den Herzmuskel und den Blutdruck des chronisch gestressten Zivi­lisationsmenschen sind basisch wirkende Kalium-, Magne­sium- und Calciumverbindungen sowie eine geringe Natrium­chlorid-Zufuhr sehr wichtig. Zu viel Salz erhöht nicht nur den Blutdruck, sondern fördert auch Insulinresistenz und Krebsent­stehung und erhöht das Schlaganfall- und Infarktrisiko.

Die heutigen Fertig-Nahrungsmittel sind jedoch Industrieprodukte mit meist hohem Energie- und Natriumchlorid-, aber niedrigem Vitalstoff-Gehalt. Unsere Stoffwechselwege sind für diese konzentriert und schnell anflutenden Nähr­stoffe nicht ausgelegt. Zudem macht die mangelnde Vital­stoffzufuhr die Stoffwechselaktivität zunehmend ineffektiv. So begünstigt beispielsweise eine niedrige Zufuhr an Kalium und Magnesium eine Insulinresistenz. Die Kombination von Nährstoffflut und Vitalstoffmangel überlastet die Stoffwechselaktivität und macht sie immer störanfälliger. Gemeinsam mit strukturellen Schäden führt dies allmählich zu einem Erlah­men des Stoffwechsels. Aus der mitochondrialen Dysfunktion entsteht durch oxidativen und nitrosativen Stress allmählich eine Schädigung der Atmungskette und damit eine mito­chondriale Zytopatie.

Die Essenz und praktische Umsetzung der intensiven Auseinandersetzung mit über 1400 Studien ist Dr. Jacobs Ernährungsplan: Er dient der wirkungsvollen, gesunden und nachhaltigen Optimierung von Körpergewicht, Bauchumfang und Stoffwechsel, die sich in einer Normalisierung von Trigly­zerid-, Cholesterin-, Blutzucker- und Insulinwerten sowie des Blutdrucks widerspiegelt. Die Basis bildet eine energiearme, vitalstoff- und pflanzenreiche Ernährung, die eine physiolo­gisch normale Anflutung von Makronährstoffen im natürli­chen Verbund mit Mikronährstoffen gewährleistet.

Der Sinn dieses Buches ist es, einen Beitrag zur Verbesserung der allgemeinen Gesundheit zu leisten, indem es wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse in eine gesundheitsförderliche Ernährungsweise übersetzt und für jeden anwendbar macht. Dadurch sollen „typische Ernährungsfehler“ der modernen Gesellschaft ausgeglichen, Zivilisations­erkrankungen vorge­beugt und therapiert sowie die Anzahl der gesunden Lebensjahre gesteigert werden.

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