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Guter Schlaf und Melatonin –
Wirksame Unterstützung für Immunsystem und mehr

Schlafmangel macht krank

Ein dauerhaft gestörter Schlaf macht nicht nur müde, sondern auch krank. Schon in der Antike war die heilsame Wirkung des Schlafes bekannt und wurde in der Heilkunde genutzt. Ausreichend Schlaf ist u.a. eine wesentliche Voraussetzung für ein intaktes Immunsystem.

Schon eine Woche Schlafmangel (sechs Stunden Schlaf pro Nacht) beeinflusste bei Versuchspersonen 711 Gene, die vor allem für Entzündungsreaktionen, das Immunsystem, den Tag-Nacht-Rhythmus, den Stoffwechsel und Stressreaktionen verantwortlich sind. Das sind 3,1 % der etwa 23.000 Gene, die in der menschlichen Erbsubstanz vorhanden sind. Bei Versuchspersonen, die dazu angehalten wurden, weniger zu schlafen als sonst für sie üblich, zeigten sich messbare körperliche Folgen auch dann, wenn die Personen sich subjektiv gut fühlten (Möller-Levet et al., 2013).

Andere Studien hatten bereits einen deutlichen Zusammenhang zwischen wenig Schlaf und Über-gewicht sowie Gedächtnisstörungen gefunden. Schlafmangel fördert zudem eine Immunschwäche, Entzündungsprozesse, Stressreaktionen, Übergewicht, Bluthochdruck, die Entwicklung von Demenz, stört die Glukosetoleranz und fördert eine Insulinresistenz – den Vorläufer eines Diabetes mellitus.

Melatonin: Das Geheimnis des Heilschlafs?

Der Heilschlaf war schon bei Hippokrates eine zentrale therapeutische Maßnahme. Sicherlich kann man die extrem positiven Gesundheitswirkungen des Schlafes nicht auf einen einzelnen Mechanismus oder Wirkstoff reduzieren. Doch hat sich in den letzten Jahrzehnten die Evidenz immer mehr verdichtet, dass das Schlafhormon Melatonin sehr vielseitige positive Effekte hat. Auch wenn es den Heilschlaf nicht ersetzen kann, spielt es dabei wohl eine sehr wichtige Rolle.

Melatonin ist ein natürliches Hormon, das den Tag-Nacht-Rhythmus unseres Körpers, den sogenannten zirkadianen Rhythmus, steuert und für einen gesunden Schlaf essenziell ist. Melatonin wird vor allem in der Zirbeldrüse (Hypophyse) des menschlichen Gehirns, aber auch im Magen-Darm-Trakt und anderen Bereichen des Körpers gebildet.

Der Melatoninspiegel unterliegt einem Tag-Nacht-Rhythmus, Dunkelheit und Licht regeln die Produktion. Das Hormon wird vor allem in der Dunkelheit ausgeschüttet, es macht uns müde und fördert den Schlaf. Gleichzeitig werden verschiedene Stoffwechselprozesse gedrosselt (z.B. die Körpertemperatur) und andere aktiviert (z.B. das Immunsystem). Die Melatonin-Ausschüttung erreicht mitten in der Nacht ihren Höhepunkt und fällt bis zum Morgen wieder ab. Nachts ist der Melatoninspiegel etwa zehnmal so hoch wie tagsüber.

Licht hemmt die Melatonin-Produktion. Der normale Melatoninzyklus kann daher gestört werden, wenn Menschen etwa während des Tages zu wenig oder am Abend zu hellem Licht ausgesetzt sind. Insbesondere Blaulicht aus elektronischen Geräten (TV, PC, Tablet, Handy) hemmt die natürliche Melatonin-Ausschüttung. Auch Schicht-Arbeit, Jetlag oder eine Sehschwäche können den Melatoninzyklus beeinträchtigen und u.a. zu Schlafproblemen führen.

Neben dem Tag-Nacht-Rhythmus hat Melatonin Einfluss auf zahlreiche weitere Körperfunktionen wie u.a. das Immunsystem, das Herz-Kreislauf-System und das Nervensystem. Eine reduzierte Melatoninproduktion, z.B. aufgrund von zu viel künstlichem Licht am Abend oder in der Nacht, kann somit erhebliche Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben.

Melatonin, das vielseitige Gesundheitshormon

Inwieweit Melatonin in all die positiven Effekte des Schlafes involviert ist, lässt sich noch nicht sicher sagen. Allerdings ist bekannt, dass Melatonin nicht nur Auswirkungen auf den Schlaf-Wach-Rhythmus, sondern noch vielfältige andere Kompetenzen hat.

Melatonin…

  • unterstützt und reguliert das Immunsystem
  • wirkt antioxidativ
  • wirkt krebshemmend
  • wirkt neuroprotektiv
  • hat einen positiven Effekt auf zahlreiche Erkrankungen (Tordjman et al., 2017)

Melatonin – Wirkung auf das Immunsystem

Melatonin ist ein Immunmodulator. Einerseits wirkt Melatonin immunverstärkend, andererseits aber auch entzündungshemmend (Sutherland et al., 2002; Chen et al., 2002). Carrillo-Vico et al. (2013) sehen Melatonin als Immunpuffer, der unter normalen Bedingungen das Immunsystem stimuliert, bei verstärkten Immunreaktionen, z.B. bei akuten Entzündungen, dagegen entzündungshemmend wirkt. Zudem weist Melatonin sowohl antivirale als auch antibiotische Eigenschaften auf (Srinivasan et al., 2012; Bahrampour Juybari et al., 2020).

Die proinflammatorische Wirkung von Melatonin kann die Resistenz gegenüber Pathogenen erhöhen. Sie beruht u.a. auf der antioxidativen Wirkung von Melatonin sowie auf der Ausschüttung diverser proinflammatorischer Zytokine (IL‐1β, IL‐2, IL‐6, IL‐12, TNFα, IFNγ) (Hardeland, 2018). Bei Autoimmunerkrankungen kann eine proinflammatorische Wirkung jedoch auch schädlich sein, weshalb Melatonin hier mit Vorsicht bedacht werden muss.

In verschiedenen Zusammenhängen sind jedoch auch die antiinflammatorischen Eigenschaften von Melatonin bedeutsam. Antiinflammatorische Effekte wurden z.B. bei hochgradigen Entzündungen, Sepsis und Ischämie beobachtet sowie bei niedriggradiger Entzündung im Alter und bei neurodegenerativen Erkrankungen. Die antiinflammatorischen Mechanismen sind vielfältig, dazu zählen unter anderen die antioxidative Wirkung, die Hemmung von NO-Synthasen und die Hemmung der NF-κB-Aktivierung. Zusätzlich werden proinflammatorische Zytokine herunterreguliert und antiinflammatorische hochreguliert (Hardeland, 2018).

Melatonin und COVID-19

Melatonin wird als potentieller Behandlungsansatz bei einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 gesehen. Bei einem schweren Krankheitsverlauf von COVID-19 kommt es zu einer exzessiven Entzündungsreaktion, starkem oxidativen Stress und einer überschießenden Immunantwort. Darauf können ein Zytokinsturm, akutes Lungenversagen (ALI)/akutes Atemnotsyndrom (ARDS) und im schlimmsten Falle der Tod folgen. Melatonin kann bei der Erkrankung auf verschiedenen Ebenen ansetzen, da es sowohl antioxidativ als auch antiinflammatorisch wirkt (Kleszczyński et al., 2020; Zhang et al., 2020). Somit kann es oxidativen Schäden entgegenwirken und Entzündungsprozesse hemmen.

Melatonin hat auch das Potential, den bei COVID-19 gefährlichen Zytokinsturm zu hemmen (Reiter et al., 2020b). Es wirkt präventiv gegenüber Fibrosen, welche eine gefährliche Komplikation bei COVID-19 sind (Shneider et al., 2020). Zudem sind antivirale Wirkungen von Melatonin bekannt – auch in Zusammenhang mit akutem Lungenversagen und akutem Atemnotsyndrom (ARDS) (Bahrampour Juybari et al., 2020; Zhang et al., 2020). Melatonin kann somit möglicherweise der Entwicklung von schweren Krankheitssymptomen entgegenwirken bzw. die Schwere der Symptome reduzieren (Shneider et al., 2020).

Neben einem Einsatz in der Behandlung von COVID-19 könnte Melatonin aufgrund seiner entzündungshemmenden, antioxidativen und antiviralen Eigenschaften auch präventiv von Nutzen sein. Reiter et al. (2020a) empfehlen älteren Menschen mit Vorerkrankungen täglich 3–10 mg vor dem Schlafengehen zur Stärkung des Immunsystems.

COVID-19 nimmt vor allem bei älteren Menschen einen schweren Krankheitsverlauf. Das Altern ist eng mit oxidativen Schäden und mitochondrialen Funktionsstörungen verbunden. Melatonin kann altersbedingtem oxidativen Stress vorbeugen und schützt die Mitochondrien (Öztürk et al., 2020). Von Bedeutung ist in diesem Zusammenhang auch, dass der Melatoninspiegel mit dem Alter abnimmt. Ältere Personen haben daher deutlich niedrigere Melatoninspiegel als junge Menschen. Bei Kindern, die in der Regel nur sehr leicht erkranken, ist der Melatoninspiegel dagegen besonders hoch.

Klinische Studien von Melatonin bei COVID-19-Patienten liegen leider noch nicht vor. In Anbetracht der Tatsache, dass vielversprechende Medikamente gegen COVID-19 noch fehlen, bietet Melatonin jedoch ein interessantes Potential. Im Gegensatz zu anderen möglichen Therapeutika ist Melatonin schnell verfügbar, günstig, sicher und kann einfach selbst eingenommen werden (Reiter et al., 2020a).

Melatonin – Wirkung als Antioxidans

Die antioxidativen Wirkungen von Melatonin sind gut erforscht und umfassen sowohl direkte als auch indirekte Effekte (Baydas et al., 2003; Stetinova et al., 2002; Martin et al., 2002). Melatonin wird selektiv von Mitochondrien aufgenommen und wirkt als starkes Antioxidans, das die mitochondriale bio¬energetische Funktion reguliert. Es erhöht die Durchlässigkeit von Membranen und stimuliert antioxidativ wirksame Enzyme, einschließlich der Superoxid-Dismutase, Glutathion-Peroxidase, Glutathion-Reduktase und Katalase (Mayo et al., 2002). Melatonin hemmt zudem die Lipoxygenase und kann vor Oxidationsschäden schützen, indem es Membranen repariert.

Eine Studie zeigt positive klinische Effekte von Melatonin bei Krankheiten, die im Zusammenhang mit mitochondrialer Dysfunktion stehen, einschließlich Diabetes, Krebs, Magen-Darm-Erkrankungen und Erkrankungen im Zusammenhang mit der Hirnfunktion (Sharafati-Chaleshtori et al., 2017).

Melatonin bei Krebserkrankungen

Der Zusammenhang zwischen Schlafmangel und Krebs ist inzwischen sehr gut belegt. Schon seit langem vermuten Forscher einen Zusammenhang zwischen der zunehmenden Häufigkeit von Krebserkrankungen in den letzten 100 Jahren und der künstlichen Verlängerung der Tage durch den Einsatz elektrischen Lichts (Kerenyi et al., 1990). Durch den Einfluss des Lichts wird die Melatoninausschüttung in der Nacht verringert. Melatonin reduziert bei Tieren die Häufigkeit von chemisch induzierten Tumoren. Bei Entfernung der Zirbeldrüse treten diese dagegen vermehrt auf (Regelson et al., 1987).

Zahlreiche klinische Studien belegen die positive Wirksamkeit von Melatonin bei verschiedenen Krebsarten. In einem systematischen Review über zehn randomisierte kontrollierte Studien wurde der Einfluss von Melatonin auf insgesamt 643 Krebspatienten mit soliden Tumoren, wie z. B. Brust-, Prostata-, Magen-, Darm-, Lungen- und Gebärmutterkrebs, untersucht. Melatonin reduzierte das relative Sterberisiko nach einem Jahr um durchschnittlich 34 %, unabhängig von Krebsart und Melatonin-Dosierung (Mills et al., 2005).

Ein weiterer systematischer Review über acht randomisierte kontrollierte Studien bestätigt und erweitert diese Ergebnisse: In den Studien wurden Patienten mit soliden Tumoren täglich 20 mg Melatonin oral verabreicht. Auf diese Weise verbesserte sich sowohl die Tumorremission (16,5 % vs. 32,6 %) als auch die Überlebensrate nach 1 Jahr (28,4 % vs. 52,2 %) signifikant. Nebenwirkungen aus Chemo- und Strahlentherapie wurden zudem stark abgemildert (Thrombozytopenie: 19,7 % vs. 2,2 %; Neurotoxizität: 15,2 % vs. 2,5 %; Fatigue: 49,1 % vs. 17,2 %) (Wang et al., 2012).

Studien zeigen, dass Nachtarbeit mit einem stark erhöhten Risiko für verschiedene Krebsarten einhergeht, allen voran Prostastakrebs. Als Ursache wird die reduzierte Melatoninbildung aufgrund des fehlenden Nachtschlafes diskutiert (Rao et al., 2015; Parent et al., 2012). Ein geringer Gehalt eines Abbauproduktes von Melatonin (6-Sulfatoxymelatonin; aMT6s) im Urin stand zudem mit einem erhöhten Risiko für fortgeschrittenen Prostatakrebs im Zusammenhang (Sigurdardottir et al., 2015).

Melatonin wirkt antiöstrogen und beeinflusst das Auftreten von Brustkrebs. In einer Meta-Analyse über fünf prospektive Fall-Kontroll-Studien zeigte sich eine inverse Assoziation zwischen dem Brustkrebsrisiko und der Melatonin-Ausscheidung über den Urin. Je weniger Melatonin ausgeschieden wurde, desto höher war das Brustkrebsrisiko (Basler et al., 2014). Melatonin beeinflusst das Auftreten von Brustkrebs, indem es die Östrogenrezeptoren nach unten reguliert und das östrogenstimulierte Brustkrebswachstum hemmt. Außerdem unterstützt das Hormon die onkostatische Wirkung von antiöstrogen wirkenden Medikamenten, wie z.B. Tamoxifen (Blask et al., 1991).

Melatonin bei Demenz und Parkinson

Melatonin kann die Alterung verzögern und die Entwicklung neurodegenerativer Erkrankungen hemmen. Bei Alzheimerpatienten ist der Melatoninspiegel in der Cerebrospinalflüssigkeit signifikant reduziert (Liu et al., 1999). In einer Studie mit 14 Patienten in verschiedenen Stadien der Alzheimer¬krankheit konnte die Gabe von Melatonin über einen Zeitraum von 22–35 Monaten die Schlafqualität der Patienten deutlich verbessern und die Häufigkeit des sogenannten Sundowning-Syndroms (verstärkte Verwirrung und Unruhe am späten Nachmittag und Abend) reduzieren. Kein Patient erlebte während der Studie eine kognitive oder Verhaltensverschlechterung (Pappolla et al., 2002).

Tierversuche haben gezeigt, dass Melatonin bei experimentell induziertem Parkinsonismus den Zelltod und dadurch das Fortschreiten der Krankheit verhindern kann (Antolin et al., 2002).

Melatonin bei Depressionen

Bei Patienten mit einer Depression oder Angststörung ist der nächtliche Melatoninspiegel im Vergleich zu gesunden Probanden erniedrigt (Beck-Friis et al., 1984; McIntyre et al., 1989; Brown et al., 1985). Auch die Schwankungsbreite des zirkadianen Melatonin-Rhythmus ist bei Patienten mit Depression abgeflacht und normalisiert sich bei Genesung (Souetre et al., 1989). Melatonin sollte bei depressiven Patienten umsichtig eingesetzt werden. Eine zeitlich schlecht gesteuerte Gabe von Melatonin kann den Tagesrhythmus stören und dadurch die Depression sogar verstärken (Carman et al., 1976).

Durch die Einnahme von Melatonin wird die Ausschüttung von Serotonin (Glückshormon) im Gehirn angeregt, was sich positiv auf die Depression auswirkt (Roy et al., 1986; Van Prag et al., 1986; Valzelli, 1986; Roy et al., 1987; Van Prag et al., 1987).

Melatonin gegen Schlafstörungen

Während der Pubertät sinken sowohl der nächtliche Melatoninspiegel im menschlichen Blut als auch die Schlafqualität. Die körpereigene Melatonin-Produktion nimmt mit dem Alter kontinuierlich ab. Im fortgeschrittenen Alter werden die Schlafphasen oft kürzer und die Qualität des Schlafes nimmt ab. Bei Ein- und Durchschlafstörungen ist meist der nächtliche Melatoninspiegel im Blut verringert (Riemann et al., 2002). Klinische Studien haben gezeigt, dass Melatonin durch seinen Einfluss auf den Tag-Nacht-Rhythmus hilfreich bei Schlafstörungen ist (Herxheimer et al., 2002; Lieberman, 1986; Petrie et al., 1989 und 1993).

Bei Betroffenen, die unter Schlaflosigkeit oder der Unfähigkeit leiden, vor 2:00 oder 3:00 Uhr nachts einzuschlafen, kann die Gabe von Melatonin hilfreich sein. Mehrere Studien belegen, dass die Einnahme von 5 mg Melatonin eine Verkürzung der Einschlafphase um etwa 1,5 Stunden erzielt (Dahlitz et al., 1991; Alvarez et al., 1992). Zudem wurde bei den Probanden die Schlafdauer um rund eine halbe Stunde reduziert (Dahlitz et al., 1991). Offenbar senkt die verbesserte Schlafqualität das Schlafbedürfnis des Körpers (Cardinali et al., 2002).

Nach langen Flügen, gerade, wenn diese sich über mehrere Zeitzonen erstrecken, können Tagesmüdigkeit und Schlafstörungen auftreten, die als Jetlag bekannt sind. Grund dafür sind die schnelle Veränderung der Umgebung und der damit verbundene veränderte Rhythmus von Licht und Dunkelheit. Korrigiert werden kann eine solche Verwirrung des natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus durch die abendliche Einnahme von Melatonin am Zielort, optimalerweise zwischen 22:00 und 00:00 Uhr (Herxheimer et al., 2002; Petrie et al., 1989 und 1993).

Melatonin kann auch Kindern helfen, die aufgrund von Hyperaktivität oder neurologischen Störungen unter ernstzunehmenden Schlafstörungen leiden, etwa Kinder mit ADHS. In einer Studie konnten Dosierungen von 2,5-5 mg Melatonin, die den Kindern jede Nacht verabreicht wurden, in fast jedem der 15 Fälle das Einschlafen beschleunigen und die Schlafqualität verbessern, ohne Nebenwirkungen zu verursachen (Jan et al., 1994). Bei Kindern sollte eine Melatonin-Therapie immer mithilfe eines erfahrenen Facharztes erfolgen.

Tipps für eine natürliche Melatoninproduktion

Immer mehr Studien zeigen: Die Melatoninsynthese wird durch Entspannungsübungen, Meditation und Schlaf vor Mitternacht stimuliert. Besonders wichtig ist es jedoch, Ihren möglicherweise aus dem Takt geratenen Schlaf-Wach-Rhythmus wieder zu normalisieren. Er wurde viele Jahrtausende lang vom natürlichen Wechsel von Tag und Nacht reguliert und kann durch elektrisches Licht empfindlich gestört werden.

  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Schlafzimmer komplett abgedunkelt ist. Tragen Sie ggf. eine Augenmaske. Auch im Schlaf werden Lichtreize vom Sehnerv zum Gehirn weitergeleitet, welches so das Signal zum Aufwachen erhält.
  • Blaues Licht, wie es von Handys, Fernsehern oder Computerbildschirmen abgestrahlt wird, wird von Ihrem Körper als Tageslicht interpretiert und macht Sie wach. Verzichten Sie daher vor dem Schlafengehen auf diese Geräte und verwenden Sie das Handy nicht, wenn Sie nachts aufwachen.
  • Nutzen Sie das Tageslicht, um Ihrem Körper ein Wachsignal zu senden. Am besten reagiert Ihr Körper auf das Licht am frühen Morgen zwischen 6:00 und 8:30 Uhr. Die Morgensonne macht wach. Denken Sie alternativ über einen Tageslichtwecker nach, der Sie durch eine nach und nach steigende Lichtintensität so weckt wie die aufgehende Sonne.
  • Halten Sie sich tagsüber so oft wie möglich im hellen Sonnenlicht auf. Dies verhilft dem Körper zu einem natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus.
  • Gewöhnen Sie sich möglichst regelmäßige Zubettgeh- und Aufstehzeiten an, die Sie auch am Wochenende beibehalten. So helfen Sie Ihrem Körper, im Rhythmus zu bleiben. Gehen Sie dabei nicht zu spät ins Bett. Natürlicherweise liegt dieser Zeitpunkt kurz nach dem Sonnenuntergang.

Natürliches Vorkommen von Melatonin

Melatonin kommt in pflanzlichen und in sehr geringen Mengen auch in tierischen Lebensmitteln vor (siehe folgende Tabelle). Auch dort reguliert das Melatonin Stoffwechselprozesse, die einem Tag-Nacht-Rhythmus folgen. Den höchsten Melatonin-Gehalt weisen Nüsse, insbesondere Pistazien, auf. Weitere Quellen für Melatonin sind einige Pilz- und Getreidearten.

Durch den Verzehr melatoninhaltiger Speisen steigt die Konzentration des Hormons im Blut an. Der Konsum melatoninreicher Lebensmittel wirkt sich positiv auf unser Schlafverhalten aus (Meng et al., 2017). Insgesamt ist der Melatonin-Gehalt von Lebensmitteln jedoch gering.

Melatonin-QuelleMelatonin-Gehalt
Pistazien, getrocknetBis zu 23.300 µg/100 g
Cranberry, getrocknetBis zu 9.600 µg/100 g
Edel-Reizker (Pilzart), getrocknet1.290 µg/100 g
Weizen12,47 µg/100 g
Lachs0,37 µg/100 g
Eier, roh0,15 µg/100 g
Pflanzliche und tierische Lebensmittel mit dem höchsten Melatonin-Gehalt

Einnahme von Melatonin

Melatonin kann auch als Nahrungsergänzung oder Medikament eingenommen werden. Zur Schlafverbesserung des Erwachsenen reichen Dosierungen von 1-3 mg Melatonin, die kurz vor dem Schlafen eingenommen werden. Bei Kindern sollte generell der Kinderarzt konsultiert werden. Auch bei komplexen Krankheitsbildern sollte Melatonin nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden. Leider gibt es in Deutschland noch wenige Ärzte, die praktische Erfahrung in der Melatonin-Therapie haben. In den USA ist Melatonin seit Jahrzehnten als Nahrungsergänzungsmittel populär und sehr weit verbreitet.

Melatonin kann auch über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Da das Melatonin so direkt ins Blut gelangt, ermöglicht eine Lutschtablette eine schnellere Wirkung als die Aufnahme über den Magen-Darm-Trakt.
Normalerweise wird Melatonin im Körper relativ schnell abgebaut. Die Halbwertszeit liegt bei ca. 30-60 Minuten. Durch eine Retardierung wirkt das Melatonin langsamer und länger.

Kombination mit Methylcobalamin

Die Einnahme eines Melatonin-Supplements erfolgt idealerweise in der Kombination mit Vitamin B12 in Form von Methylcobalamin. Denn auch Methylcobalamin verspricht Hilfe bei Schlafstörungen. Die körpereigene Synthese von Melatonin erfordert eine Methylgruppe, die das Methylcobalamin beisteuern kann (Kelly, 1997). Methylcobalamin kann jedoch nicht nur die Melatoninbildung beeinflussen, sondern auch die Licht-Sensitivität verbessern und den Tag-Nacht-Zyklus normalisieren – und dies unabhängig von einem Vitamin-B12-Mangel.

Die Gabe von Methylcobalamin führte bei Studienteilnehmern zu einer verringerten Schlafdauer, ging jedoch gleichzeitig mit einer subjektiv verbesserten Schlafqualität, Konzentration und dem Gefühl der Erholung einher (Mayer et al., 1996). Andere Studien zeigen, dass Methylcobalamin die lichtinduzierte Phase im Melatonin-Rhythmus vorzieht und somit einen verschobenen Tag-Nacht-Zyklus korrigieren kann (Hashimoto et al., 1996; Kelly, 1997).

Toxizität und Nebenwirkungen von Melatonin

Die akute Toxizität von Melatonin ist äußerst gering, das haben Tier- und Humanstudien ergeben. Leichte Nebenwirkungen können sein: Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit und Schläfrigkeit. Ernsthafte Nebenwirkungen sind nicht bekannt (Andersen et al., 2016). Eine Studie, in der 1400 Frauen vier Jahre lang mit Melatonin behandelt wurden, ergab keinerlei Nebenwirkungen des Hormons (Silman, 1993). Melatonin kann leicht blutverdünnend wirken (Wirtz et al, 2008).

Die Empfindlichkeit für Melatonin ist individuell unterschiedlich. So kann zur Schlafförderung bei manchen Personen 1 mg ausreichen, während andere 3 mg benötigt. Aus diesem Grund kann es nach der Einnahme von Melatonin in Einzelfällen zu verstärkter Morgenmüdigkeit und erhöhter Schläfrigkeit am Tag kommen. In diesem Fall dürfen keine Fahrzeuge gesteuert oder Maschinen bedienet werden.

Melatonin hat ein hohes therapeutisches Potenzial. Es kann bei vielen Störungen und Erkrankungen, richtig eingesetzt, vorbeugend wie auch behandelnd, vor allem als ergänzende Therapiemaßnahme, nebenwirkungsarm eingesetzt werden. Eine sorgfältige Prüfung der Indikation wird vorausgesetzt!

Melatonin und Vitamin D

Vitamin D und Melatonin stehen beide mit dem Sonnenlicht in engem Zusammenhang und haben beide einen positiven Einfluss auf das Risiko verschiedener Erkrankungen wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und neurodegenerative Erkrankungen. Melatonin und Vitamin D scheinen synergistisch bei der Optimierung der Mitochondrienfunktion zu wirken (Mocayar Marón et al., 2020). Die Kombination der beiden kann zudem starke synergistische Effekte gegen Krebs aufweisen (Proietti et al., 2010) sowie möglicherweise auch gegen COVID-19. Denn Vitamin D und Melatonin haben viele gemeinsame Mechanismen, über die sie in der Lage sind, die Immun- und Oxidationsantwort gegen eine COVID-19-Infektion zu beeinflussen und zu kontrollieren (Martín Giménez et al., 2020).

Literatur

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