Vitamin-D-Optimierung könnte eine große Anzahl an Brustkrebsfällen verhindern

Krebsvorsorge-Untersuchungen beim Frauenarzt sind wichtig, vor allem bei Risiko-Patientinnen mit familiärer Vorbelastung. Krebs zu entdecken hat jedoch nur wenig mit Prävention zu tun. Zu diesem Zeitpunkt ist es bereits zu spät, den Krebs zu verhindern. Noch viel mehr kann daher die echte Prävention ausmachen, die dazu beiträgt, dass der Krebs gar nicht erst entsteht.

Ein wichtiger Faktor in der Brustkrebs-Prävention ist der Vitamin-D-Serumspiegel. Der optimale Vitamin-D-Spiegel zur Krebsvorbeugung liegt Studien zufolge deutlich höher als die derzeitigen Empfehlungen. Ein Vitamin-D-Spiegel über 40 ng/ml senkt das Risiko für Brustkrebs im Vergleich zu unter 20 ng/ml um 67 % (McDonnell et al., 2016), ein Wert über 60 ng/ml um mehr als 80 % (McDonnell et al., 2018). Je höher der Vitamin-D-Wert im Serum, desto niedriger war das Risiko für Brustkrebs.

Auch wenn der Brustkrebs bereits vorhanden ist, können die Patientinnen von einer guten Vitamin-D-Versorgung profitieren. Eine Vitamin-D-Supplementierung während der Chemotherapie erhöhte in einer retrospektiven Studie die krankheitsfreie Lebenszeit der Patientinnen nach der Behandlung (Zeichner et al., 2015). Daneben kann Vitamin D möglicherweise auch die Effektivität der konventionellen Behandlung steigern (Friedrich et al., 2018).

Da Vitamin D eng mit Vitamin K, Calcium und Magnesium zusammenarbeitet, sollten auch diese Nährstoffe ausreichend aufgenommen werden. Da Magnesium für die Aktivierung von Vitamin D benötigt wird, könnte eine Vitamin-D-Supplementierung ohne ausreichend Magnesium nutzlos sein (Uwitonze und Razzaque, 2018).

 

Literatur:

  • Friedrich M, Reichert K, Woeste A, Polack S, Fischer D, Hoellen F, Rody A, Koster F, Thill M (2018): Effects of Combined Treatment with Vitamin D and COX2 Inhibitors on Breast Cancer Cell Lines. Anticancer Res; 38(2): 1201-1207.
  • McDonnell SL, Baggerly C, French CB, Baggerly LL, Garland CF, Gorham ED, Lappe JM, Heaney RP (2016): Serum 25-Hydroxyvitamin D Concentrations >/=40 ng/ml Are Associated with >65% Lower Cancer Risk: Pooled Analysis of Randomized Trial and Prospective Cohort Study. PLoS One; 11(4): e0152441.
    McDonnell SL, Baggerly CA, French CB, Baggerly LL, Garland CF, Gorham ED,
  • Hollis BW, Trump DL, Lappe JM (2018): Breast cancer risk markedly lower with serum 25-hydroxyvitamin D concentrations >/=60 vs <20 ng/ml (150 vs 50 nmol/L): Pooled analysis of two randomized trials and a prospective cohort. PLoS One; 13(6): e0199265.
  • Uwitonze AM, Razzaque MS (2018): Role of Magnesium in Vitamin D Activation and Function. J Am Osteopath Assoc; 118(3): 181-189.
    Zeichner SB, Koru-Sengul T, Shah N, Liu Q, Markward NJ, Montero AJ, Gluck S,
  • Silva O, Ahn ER (2015): Improved clinical outcomes associated with vitamin D supplementation during adjuvant chemotherapy in patients with HER2+ nonmetastatic breast cancer. Clin Breast Cancer; 15(1): e1-11.

2 Gedanken zu „Vitamin-D-Optimierung könnte eine große Anzahl an Brustkrebsfällen verhindern

  1. Hallo AB,
    meinen Sie 115 ng/ml oder vielleicht 115 nmol/l (entspricht 46 ng/ml)? Auf welcher Basis wurde dieser Wert festgelegt?
    Viele Grüße,
    die Redaktion Dr. Jacobs Weg

  2. Vitamin D – 115 ng Serumspiegel scheinen optimal zu sein via
    @nutrition_Facts 😉
    Nutritionfacts.org :-))
    Herzliche Grüsse
    AB

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