Video: Prostatakrebs – Was kann ich selbst tun?

Vortrag von Dr. med. Ludwig Manfred Jacob auf dem Kongress der Gesellschaft für biologische Krebsabwehr (GfbK) 2015

Unsere moderne Zivilisationskost löst eine anabole Mast aus und begünstigt durch ein wachstumsförderndes, proentzündliches und oxidatives Milieu sowohl eine gutartige Prostatavergrößerung (Prostatahyperplasie) als auch Prostatakrebs. Immer mehr Studien zeigen, dass das metabolische Syndrom (bestehend aus Bluthochdruck, Insulinresistenz, erhöhten Blutfettwerten und bauchbetontem Übergewicht), welches durch Überernährung und Bewegungsmangel verursacht wird, an der Entstehung und dem Fortschreiten dieser Prostataerkrankungen beteiligt ist.
Anabole Hormone und Wachstumsfaktoren wie Insulin und IGF-1 sowie ein erhöhter Körperfettgehalt sind laut aktuellem Bericht des World Cancer Research Fund International (WCRF) wichtige Risikofaktoren für Prostatakrebs. Für beide Faktoren spielt die Ernährung eine bedeutende Rolle. Hohe Insulin- und IGF-1-Spiegel entstehen vor allem durch den Verzehr von schnell verfügbaren Kohlenhydraten, tierischem Protein und Milchprodukten. Sie begünstigen das Wachstum von Krebszellen, indem sie die Zellteilung fördern und die Apoptose hemmen. Die traditionelle asiatische Ernährung mit großen Mengen protektiver pflanzlicher Kost geht laut altersstandardisierten Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit einer bis zu 96 % niedrigeren Prostatakrebssterblichkeit einher als die Ernährung in westlichen Ländern.
Eine Umstellung der Ernährungs- und Lebensweise bei Prostatakrebs hatte in klinischen Studien beeindruckende Erfolge. Sie kann die Expression kanzerogener Gene, von Hormonen und Wachstumsfaktoren beeinflussen und das Fortschreiten der Erkrankung hemmen – bei positiven Nebeneffekten auf das Herz-Kreislauf-System.
Jeder Mann kann also eigenverantwortlich sehr viel tun, um der Entstehung eines Prostatakarzinoms vorzubeugen, den Verlauf der Erkrankung zu bremsen und insgesamt seine Lebensqualität zu verbessern.

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