Ernährung bei Krebs

Krebszellen werden nicht in Zuckerwasser, sondern in Rinderserum gezüchtet

Krebszellen mögen zwar Zucker, aber sie lieben eben noch viel mehr stark anaboles Tierprotein und Fette. Damit gedeihen sie am besten. Milch, Fleisch, Fischmehl und anderes Tierprotein sind die besten Mastmittel. Um schnell Masse zu erreichen, verfüttert man Fisch­mehl und benutzte sogar das Mehl verendeter Schafe als Futter für reine Pflanzenfresser, damit diese schnell wachsen und mehr Milch geben. Dieser humane Wahnsinn trieb Rinder in den Wahnsinn. Durch die moderne, tierproteinreiche Ernährungsweise werden wir zwar immer größer, aber hören auch nie auf zu wachsen – ab einem bestimmten Alter eben nur noch im Umfang. Aber nicht nur wir wachsen, sondern auch Krebszellen, die Glukose-Trans­porter und Insulinrezeptoren überexprimieren. Damit können sie sich gut mit Glukose versorgen, auch wenn der Blutzuckerspiegel für das Gehirn letal niedrig ist.

Eine gesunde Ernährungsweise wirkt weder einseitig katabol (kohlenhydratarme, ketogene Ernährung) noch anabol (Mast mit Tierprotein, Fett und einfachen Kohlenhydraten), son­dern liefert dem Körper die natürlichen Nährstoffe, die er für die Erhaltung seiner optimalen Funktion braucht, ohne den Stoffwechsel zu belasten. Denn jede Einseitigkeit schlägt ins Gegenteil um. Aus der permanenten anabolen Hyperinsulinämie entsteht letztlich häufig der im Endeffekt katabol wirkende Typ-2-Diabetes mellitus oder – im Zusammenspiel mit anderen Faktoren – eine Krebserkrankungen, die zunächst ein anaboles Phänomen ist und in der Endphase zur katabolen Kachexie führt. Moderne Fett- und Protein-reiche, angebliche Antikrebsdiäten, die im Widerspruch zu ernährungs­wissen­schaft­lichen Goldstandards liegen, sind in diesem Licht sehr kritisch zu bewerten.

Insbesondere die negativen Auswirkungen einer Überversorgung mit tierischen Lebens­mitteln und Proteinen werden massiv unterschätzt, obwohl sie epidemiologisch und bio­chem­isch offensichtlich sind. Tierprotein hat eine hohe anabole, insulinogene Wirkung und erhöht die Ausschüttung von Insulin und IGFs, welche proliferativ und antiapoptotisch wirken. Tierische Proteine bringen nicht nur verschiedenste Wachstumsfaktoren mit sich, sondern stimulieren auch deren Synthese im Menschen. Doch Tierprotein wird seit über einem Jahrhundert generell als hochwertig bezeichnet, das deutlich gesündere pflanzliche Eiweiß als minderwertig.

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