Das Phänomen Okinawa

Das weltweit beste wissenschaftliche Beispiel für gesunde Langlebigkeit und deren Ursachen liefern die Menschen auf Okinawa, eine zu Japan gehörige Insel. Eine ihrer Grundphilosophien ist das Maßhalten: Iß dich nur zu 80 % satt (hara hachi bu). Auf Okinawa leben 15 % aller Erdenbewohner, die nachweislich mit Geburtsurkunde über 110 Jahre alt sind. Okinawa beherbergt aber nur 0,0002 % der Erdbevölkerung. Die Menschen auf Okinawa haben die weltweit höchste Lebenserwartung (Männer 78 Jahre, Frauen 86 Jahre) und 80-90 % weniger Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Brust- und Prostata­krebs als Menschen in den USA oder Europa – trotz ihrer höheren Lebenserwartung. Sie ernähren sich tra­di­tionell überwiegend sehr pflanzen- und kohlenhydratreich sowie kalorien-, fett- und proteinarm. Dies steht im krassen Gegensatz zu den genetisch verwandten kanadischen Inuit, die mit ihrer traditionellen Fett-Tierprotein-Kost die kürzeste Lebenserwartung (Männer 64 Jahre, Frauen 70 Jahre) und die meisten Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen aller Kanadier haben.

In Okinawa befolgen die traditionell lebenden Menschen die Grundregeln der Gesundheit sowohl in ihrer Ernährung als auch in ihrer Lebensweise. Neben einer bewundernswerten Mischung von Wir-Gefühl und Autonomie, Aktivität und Entspannung ist auch die Ernähr­ungsweise der traditionellen Okinawas in diesem Sinne optimal ausgewogen: Sie essen genau das, was sie brauchen und verzichten auf Belastendes. Eine maßvolle Kalorienzufuhr mit Lebensmitteln einer niedrigen Kaloriendichte und einer hohen Vitalstoffdichte bildet die Grundlage einer gesunden Ernährung sowie der Ernährungsweise in Okinawa.

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