Hohe Vitamin-D-Spiegel im Gehirn korrelieren mit verbesserter kognitiver Funktion
Das Rush Memory and Aging Project wurde ins Leben gerufen, um Risikofaktoren für die Alzheimer-Krankheit und verwandte Erkrankungen sowie für den kognitiven Abbau zu ermitteln. Im Rahmen dieser Längsschnittstudie wurde bei 290 Verstorbenen die Vitamin-D-Konzentration (25-Hydroxyvitamin D) in vier Hirnregionen untersucht (Shea et al., 2023).
Diese wurden in Zusammenhang gesetzt mit der kognitiven und neuropathologischen Funktion der Personen bei ihrer letzten Untersuchung vor dem Versterben.
Die Ergebnisse zeigen, dass höhere Vitamin-D-Konzentrationen in Gehirn mit einem 25 % bis 33 % niedrigerem Risiko für Demenz oder MCI (mild cognitive impairment) einhergingen (P ≤0,031). Ein hoher Vitamin-D-Spiegel in allen vier Regionen des Gehirns stand somit in Zusammenhang mit einer besseren kognitiven Funktion.
Es fand sich jedoch kein Zusammenhang der Vitamin-D-Konzentration mit den post-mortem untersuchten neuropathologischen Demenz-Markern. Daher lassen sich noch keine Vermutungen darüber anstellen, durch welche Parameter Vitamin D mit dem Demenzrisiko in Zusammenhang steht. Hierfür werden noch weitere Studien benötigt.
Welche Faktoren für die kognitive Funktion außerdem von Bedeutung sind, erfahren Sie in folgenden Texten:
- Demenz – die wichtigsten, wenig bekannten Risikofaktoren
- Gehirn entgiften im Schlaf – Demenz vorbeugen
- Omega-3-Fettsäuren für bessere Hirnleistung bei Jung und Alt
- Gute Vitamin-D-Versorgung sichert geistige Funktionen
Literatur:
Shea MK, Barger K, Dawson-Hughes B, et al. Brain vitamin D forms, cognitive decline, and neuropathology in community-dwelling older adults. Alzheimers Dement. 2023;19(6):2389-2396. doi:10.1002/alz.12836