Natrium-Kalium-Gleichgewicht

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Auswirkungen von Natrium und Kalium auf die Funktionen des Körpers


Natrium, insbesondere Natriumchlorid Kalium, insbesondere basenbildende Kaliumverbindungen
Erhöht den Blutdruck Normalisiert den Blutdruck
Erhöht das Schlaganfallrisiko Senkt das Schlaganfallrisiko
Schädigt das Herz (Herzinsuffizienz, Fibrosierung) Normalisiert den Herzrhythmus
Fördert oxidativen und nitrosativen Stress durch Aktivierung der NADPH-Oxidase und Superoxid-Radikal-Bildung Lindert oxidativen und nitrosativen Stress durch Hemmung der NADPH-Oxidase und Superoxid-Radikal-Bildung
Versteift das Endothel durch verminderte NO-Synthese (-> endotheliale Dysfunktion) Macht das Endothel weicher durch normale NO-Synthese
Fördert die Entstehung von Nierensteinen Schützt die Nieren und senkt die renale Ammoniakbildung
Fördert eine leichte metabolische Azidose Gleicht den Säure-Basen-Haushalt aus
Fördert die Fibrosierung von Herz, Nieren und Gefäßen (Aldosteron-abhängig)
Verstärkt altersbedingte Abnahme der Gedächtnisleistung Reduziert altersbedingte Abnahme der Gedächtnisleistung
Erhöht das Osteoporoserisiko Verringert Calciumabbau aus den Knochen und die renale Calciumausscheidung
Hemmt die Aktivität der Natrium-Kalium-Pumpe Steigert die Aktivität der Natrium-Kalium-Pumpe
Erniedrigt Zellmembranpotential und intrazelluläres Magnesium, erhöht intrazelluläres Natrium und Calcium Erhöht Zellmembranpotential und intrazelluläres Magnesium, senkt intrazelluläres Calcium
Intrazellulär erhöhtes Natrium und erniedrigte Membranpotentiale sind prokanzerogen. Intrazellulär normales Kalium und normale Membranpotentiale sind antikanzerogen.
Fördert die Insulinresistenz Verbessert Insulinsensitivität
Fördert die Ödembildung in Zellen und im Bindegewebe Fördert die Diurese
Wird im Bindegewebe eingelagert, fördert über VEGF-C die Lymphangiogenese, Entzündungsprozesse und möglicherweise die Metastasierung Fördert die Natriumausscheidung und wirkt dessen Einlagerung im Bindegewebe entgegen
Fördert Autoimmunerkrankungen
Erhöht das Magenkrebsrisiko

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14 thoughts on “Natrium-Kalium-Gleichgewicht

  1. Sehr geehrter Herr Ruoff,
    leichte Verschiebungen der Elektrolyte im Blut sind völlig normal und nicht bedenklich. Insgesamt haben Sie damit ein gutes Ergebnis, auch wenn es ungewöhnlich ist, dass Kalium im Serum eher niedrig war.
    Wir empfehlen Ihnen anstelle des von Ihnen verwendeten Produkts ein Citrat-Basenmittel, das neben Kalium und Magnesium auch Calcium enthält, z.B. Dr. Jacob‘s Basenpulver (1 Messlöffel abends).
    Viele Grüße und alles Gute!

  2. Hallo Herr Dr. Jacob’s,
    Ich habe eine Vollblutmineralanalyse machen lassen, bezüglich den Elektrolyten.
    Es waren Kalium und Natrium eher hoch. Ist das nun als positiv zu bewerten?
    Magnesium leicht erhöht und Calcium leicht reduziert.
    Ich esse nach Ihrem Ernährungsplan und nehme 1x täglich ein Kalium/ Magnesiumcitrat Präparat ein.
    Bin ich nun übersäuert wegen der erhöhten Werte?
    Im Serum war Kalium leicht reduziert.
    Ich danke Ihnen ganz herzlich für eine Rückmeldung.

    Mit besten Grüßen

  3. Hallo AdA Weibel,
    da unsere Nahrung sich aus zahlreichen Lebensmitteln zusammensetzt, die alle unterschiedliche Mengen an Natrium und Kalium enthalten, ist es nicht hilfreich, ein optimales Verhältnis anhand eines einzelnen Lebensmittels festzulegen. Pflanzliche, unverarbeitete Lebensmittel sind natürlicherweise arm an Natrium und grundsätzlich empfehlenswert.
    Die WHO empfiehlt täglich mindestens 3,5 g Kalium sowie weniger als 2 g Natrium aufzunehmen. Dies entspricht einem Natrium-Kalium-Verhältnis in Gramm von etwa 1:1,7.
    Beachten Sie jedoch bitte, dass auch Natrium ein essentieller Nährstoff ist, von dem unser Körper eine bestimmte Menge braucht. Als Minimum wird von internationalen Gesellschaften eine tägliche Aufnahme von ca. 500 mg Natrium angegeben.
    Viele Grüße, die Redaktion Dr. Jacobs Weg

  4. Hallo, wie sollte das ideale Verhältnis von Kalium zu Natrium in einem Lebensmittel sein?
    Welche Nahrungsmittel sind am ausgewogensten?
    Buchweizen ist 40 Kalium : 1 Natrium
    Weizen ist 120 Ka: 1 Na
    eine Körperzelle hat 20:1…. das wäre dann wohl das ideale Verhältnis???
    Welches Lebensmittel erfüllt dies am ehesten??
    Danke sehr.

  5. Hallo Sandro,
    tatsächlich hat der Mineralstoffgehalt in Nahrungsmitteln abgenommen. Eine andere mögliche und häufige Ursache ist chronischer Stress: Der Stress erhöht die Ausschüttung von Cortisol, welches die Ausscheidung von Calcium, Magnesium und Kalium erhöht. Mehr Informationen dazu finden Sie z.B. unter http://www.gesundheitsverband.net.

  6. Hallo Herr Dr. Jacob,

    ist in unserem Gemüse tatsächlich noch so viel Kalium enthalten? Ich esse täglich 1 kg Brokkoli, Reis, Hülsenfrüchte und Kartoffeln. Dennoch habe ich einen Kaliummangel und Magnesiummangel, jeweils im Serum.

    Viele Grüße
    Sandro

  7. Der Salzbedarf ist bei Leistungssportlern erhöht. Dieser kann jedoch einfach durch das Salzen von Mahlzeiten ausgeglichen werden. Eine spezielle Supplementierung ist nicht nötig.

  8. Wie sieht es aus bei Leistungssportlern die schwitzen ohne Ende beim Training? Sollte nach dem Training nur Kalium oder Kalium und Natriumchorid begefügt werden, und wenn beides, in welchem Verhältnis?

  9. Hallo Karin,
    bei einer Nahrungsergänzung ist es immer am besten, sich an den natürlichen Lebensmitteln zu orientieren. Über Lebensmittel (z.B. in Form von Kräutern, Gemüse und Obst) nehmen Sie Kalium über den Tag verteilt auf, deshalb sollte Kalium auch in Form von Nahrungsergänzungsmitteln am besten über den Tag verteilt aufgenommen werden. In Lebensmitteln liegen Kalium und Magnesium auch zusammen vor, so dass die gemeinsame Aufnahme die natürliche Form darstellt. Für die bessere Verwertbarkeit der Mineralstoffe raten wir dazu, die Mineralstoffe mit den Mahlzeiten einzunehmen – so wie es auch mit natürlichen Lebensmittel der Fall ist.
    Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Frauen, in Abhängigkeit vom Alter, die tägliche Aufnahme von 300-350 mg Magnesium pro Tag. Bei manchen Menschen können höher dosierte Magnesium-Präparate zu Durchfall führen. Die Verträglichkeit ist besser, wenn die Tagesdosis auf mehrere kleine Portionen aufgeteilt wird. Ihre individuelle Verträglichkeit testen Sie am besten selbst aus.

  10. Hallo,

    da ich in den letzten Wochen vermehrt Ödeme hatte – besonders seit meiner Cortisonstoßtherapie (nie wieder!!) und mein Kaliumwert damals grenzwertig war (hat keinen Arzt gestört) hatte ich eine Zeitlang meine Wassereinlagerungen auf eingene „Gefahr“ mit Kaliumkapseln aus der Apotheke in den Griff bekommen. Allerdings brauchte ich eine Packung/Woche. Mein Kaliumspiegel war logischerweise dann normal – deshalb wollte mir der Arzt es nicht verschreiben. Ich pfeif jetzt drauf. Habe mir Kaliumcitrat in Lebensmittelqualität besorgt und werde mich langsam auf die 2 g hochdosieren, bzw. noch höher. Nun meine Fragen:
    Über den Tag verteilt oder als Einzeldosis? Und wie ist es mit dem Magnesium? Habe es auch als Citrat hier, wie hoch dosieren? Zum Kalium dazu einnehmen oder lieber getrennt mit zeitlichem Abstand?
    So, das wäre alles 🙂

    Liebe Grüße,

    Karin

  11. Vor einem Jahr nahm ich täglich Basen-Tabletten von Burgerstein, ohne Aluminium selbstverständlich. Als ich nach ein paar Monaten Muskelschmerzen, v.a. an den Schultern, bekam, hörte ich damit auf. Danach gingen auch die Muskelschmerzen wieder weg, wobei ich nicht sicher war, ob es an den Tabletten lag.
    Nach Ihrer Antwort überprüfte ich die Packung: Kalzium, Magnesium und Kalium, welche den größten Teil ausmachen, bestehen tatsächlich aus Karbonaten. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Schmerzen vom Karbonat kamen.
    Ich danke Ihnen nochmals herzlich!

  12. Herr Jacob,
    Ich danke Ihnen herzlich für diese ausführliche Antwort, gerade betreffend Karbonat/Citrat!
    J. Baier

  13. Hallo,

    bei der Supplementierung von Mineralstoffen ist auch immer wichtig, in welcher Verbindung diese vorliegen. Am besten ist es hier, sich daran zu orientieren, in welcher Form man den jeweiligen Mineralstoff natürlicherweise, also in Lebensmitteln, präsentiert bekommt. Kalium ist in großen Mengen in Gemüse, Kräutern und Obst vorhanden, und zwar in Form von Kaliumcitrat. Kaliumcarbonat würde man über Lebensmittel nicht erhalten. Während der Körper mit dem organischen Citrat, das ein wichtiger Bestandteil unserer Zellen ist, sehr gut umgehen kann, wirkt das anorganische Bikarbonat direkt im Magen-Darm-Trakt, was vielen Menschen – vor allem auf Dauer – nicht gut bekommt.

    Ein hoher Verzehr von frischem Gemüse, Obst und Kräutern ist natürlich die beste Art und Weise, seinem Körper Kalium zuzuführen. Wenn Sie Kalium supplementieren möchten, empfehlen wir jedoch Kaliumcitrat. In Deutschland liegt die empfohlene Tagesdosis bei 2 g Kalium. Eine aktuellere Empfehlung aus den USA liegt jedoch bei mindestens 4,7 g Kalium/Tag. Die zusätzliche Zufuhr über Supplemente ist natürlich abhängig von der Zufuhr, die bereits über Lebensmittel gedeckt wird.

    Noch ein Tipp: Auch außer Haus können Sie auf Ihre Natriumaufnahme achten. Fragen Sie im Restaurant nach einem ungesalzenen Essen und verzehren Sie als Snack zwischendurch lieber Obst- und Gemüsesticks statt Salzbrezeln oder Chips.

  14. Guten Tag Herr Jacob

    Eine Frage, welche mich seit zwei Jahren verfolgt:

    Ist gegen die Einnahme von Kaliumkarbonat-Pulver (aus der Drogerie) zur Verbesserung des K-Na-Verhältnisses etwas einzuwenden? Natürlich raten Sie mir, den Kochsalzkonsum einzuschränken… Aber wenn man dies nur schwer schafft, oder ungenügend…? Auch denke ich an Aufenthalte ausser Haus, wo ich z.T. tagelang kochsalzreich essen „muss“. Ist dann ein Ausgleich durch die Einnahme von Kaliumkarbonat angesagt?

    Wieviel KCO3 täglich würde ich zusätzlich zu mir nehmen?

    Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar!

    Beste Grüsse,

    J. Baier

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