Die EAT-Lancet-Studie: Eine nachhaltige Ernährung für Mensch und Planet

Was ist die EAT-Lancet-Studie?

Die EAT-Lancet-Studie, veröffentlicht 2019 in der renommierten Fachzeitschrift The Lancet, ist eine bahnbrechende wissenschaftliche Arbeit, die von der EAT-Lancet-Kommission durchgeführt wurde.

Diese Kommission bestand aus 37 führenden Wissenschaftlern aus 16 Ländern, darunter Ernährungsexperten, Klimaforscher und Gesundheitsspezialisten. Ihr Ziel war es, eine Antwort auf eine der drängendsten Fragen unserer Zeit zu finden: Wie können wir bis 2050 fast 10 Milliarden Menschen gesund ernähren, ohne dabei unseren Planeten zu zerstören?

Die Planetary Health Diet – Was steckt dahinter?

Das Herzstück der Studie ist die sogenannte „Planetary Health Diet“ – eine Ernährungsweise, die sowohl die menschliche Gesundheit als auch die Umwelt im Blick behält. Diese Diät basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen darüber, welche Lebensmittel optimal für unsere Gesundheit sind und gleichzeitig die geringsten Umweltauswirkungen haben.

Ein aktuelles Update vom Oktober 2025 bestätigt die Empfehlungen von 2019: ein Ernährungsweg basierend auf pflanzenreichen Lebensmitteln und mit stark reduziertem Konsum tierischer Produkte. Eine Umstellung auf die Planetary Health Diet könnte jährlich ca. 15 Millionen ernährungsbedingte vorzeitige Todesfälle verhindern. Die Ernährungssysteme sind zudem Haupttreiber für Umweltprobleme und verursachen bis zu 30 % der globalen Treibhausgasemissionen, welche durch die Planetary Health Diet erheblich reduziert werden könnten.

Johan Rockström, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und Co-Leiter der EAT-Lancet-Kommission 2019 im Oktober 2025:

„Unsere Ernährungsgewohnheiten können Leben retten, Emissionen drastisch verringern, den Verlust der Biodiversität bremsen und zu mehr Gerechtigkeit beitragen. Die Fakten sind eindeutig:

Eine Transformation der Ernährungssysteme ist nicht nur möglich, sondern unverzichtbar für eine sichere, gerechte und nachhaltige Zukunft.“ (BZFE, 2025) 

Jeder einzelne von uns kann dazu beitragen!

Die einfache praktische Umsetzung: Dr. Jacobs Ernährungsplan

Eine Ernährungsumstellung ist für den Einzelnen meist ein großer und schwerer Schritt. Wie soll diese Ernährung in die Praxis umgesetzt werden? Dr. Jacobs Ernährungsplan empfiehlt bereits seit 2012 eine pflanzenbasierte Ernährungsweise, die nahezu den Empfehlungen der Planetary Health Diet entspricht und damit seiner Zeit weit voraus war.

Dr. Jacobs Ernährungsplan und das dazugehörige Rezeptbuch „Simply Eat“ können bei der praktischen Umsetzung daher eine große Hilfe sein.

Dr. Jacobs Ernährungsplan ist die Anleitung zu einer pflanzenbasierten, ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährungsweise. Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Nüsse und Vollkornprodukte machen den Hauptteil der Lebensmittel aus; tierische und stark verarbeitete Produkte werden weitgehend gemieden. Damit ist die Ernährung nicht nur zur Stoffwechsel- und Gewichtsoptimierung geeignet, sondern trägt auch zur Schonung der Umwelt bei.

 

Das Rezeptbuch „Simply Eat“ liefert dazu passende Rezeptideen sowie zahlreiche Tipps zu Zutaten und Zubereitung.

 

Die genauen Empfehlungen der EAT-Lancet-Studie – Durchschnittswerte pro Tag:

Getreide und stärkehaltige Lebensmittel:
  • Vollkorngetreide: 232 g (z.B. Vollkornbrot, brauner Reis, Vollkornnudeln)
  • Kartoffeln: 50 g (0-100 g, etwa eine kleine Kartoffel)
Gemüse und Obst:
  • Gemüse: 300 g (200-600 g, etwa 3-4 Portionen verschiedener Gemüsesorten)
  • Obst: 200 g (100-300 g, z.B. ein Apfel und eine Orange)
Milchprodukte:
  • Milch (oder Äquivalent): 250g (0-500 g, etwa ein Glas Milch oder entsprechende Mengen Joghurt/Käse)
Fette:
  • Ungesättigte Fette: 40 g (20-80 g, z.B. Olivenöl, Rapsöl)
  • Gesättigte Fette: 11,8 g (0-11,8 g, z.B. Kokosöl, Palmöl, Butter)
Proteinquellen:
  • Hülsenfrüchte: 75 g (0-150 g, Bohnen, Linsen, Erbsen, Kichererbsen, Soja)
  • Nüsse: 50 g (25-100 g, etwa eine große Handvoll)
  • Rindfleisch/Lamm: 7 g (0-14 g, etwa 50 g pro Woche – ein kleines Steak)
  • Schweinefleisch: 7 g (0-14 g, etwa 50 g pro Woche)
  • Geflügel: 29 g (0-58 g, etwa 200 g pro Woche – ein Hähnchenbrustfilet)
  • Eier: 13 g (0-25 g, etwa 1,5 Eier pro Woche)
  • Fisch: 28 g (0-100 g, etwa 200 g pro Woche – eine Portion Lachs)
Süßungsmittel:
  • Zucker: 31g (0-31 g, etwa 6 Teelöffel, inklusive versteckter Zucker)

Praktische Übersetzung in den Alltag:

Wöchentliche Mengen zur besseren Orientierung:
  • Fleisch und Wurst: 300 g pro Woche (etwa 2 Portionen)
  • Fisch: 200 g pro Woche (etwa 2 Portionen)
  • Eier: 1-2 Stück pro Woche
  • Hülsenfrüchte: 525 g pro Woche (etwa 3-4 Portionen)
  • Nüsse: 350 g pro Woche (täglich eine große Handvoll)

 

Warum ist diese Ernährungsumstellung notwendig?

Gesundheitliche Vorteile:

Die vorgeschlagene Ernährung könnte jährlich etwa 15 Millionen vorzeitige Todesfälle verhindern. Sie reduziert u.a. das Risiko für:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Schlaganfälle
  • Diabetes Typ 2
  • Verschiedene Krebsarten

 

Umweltvorteile:

Die Lebensmittelproduktion ist derzeit einer der größten Umweltfaktoren weltweit. Die Planetary Health Diet könnte:

  • Die ernährungsbedingten Treibhausgasemissionen mehr als halbieren
  • Den Landverbrauch halbieren
  • Den Wasserverbrauch um 50 % senken
  • Die Überdüngung von Gewässern drastisch verringern

Vergleich mit der typisch deutschen Ernährung

Was sich ändern müsste:
  • Fleischkonsum: Reduktion von etwa 1,2 kg auf 300 g pro Woche (-75%)
  • Gemüse: Erhöhung von durchschnittlich 120 g auf 300 g täglich (+150%)
  • Hülsenfrüchte: Steigerung von fast null auf 75 g täglich
  • Nüsse: Erhöhung von 5 g auf 50 g täglich (+900 %)
  • Vollkorn: Umstellung von Weißmehlprodukten auf Vollkorn

Die globale Herausforderung

Die Studie macht deutlich, dass unser aktuelles Ernährungssystem nicht nachhaltig ist. Während in reichen Ländern oft zu viel Fleisch und verarbeitete Lebensmittel konsumiert werden, leiden Menschen in ärmeren Regionen unter Mangelernährung. Gleichzeitig verbraucht die Landwirtschaft bereits 40 % der weltweiten Landfläche und ist für etwa 30 % der Treibhausgasemissionen verantwortlich.

Umsetzung im Alltag – konkrete Beispiele:

Ein typischer Tag könnte so aussehen:
  • Frühstück: Vollkornbrot mit Nussmus und Obst
  • Mittagessen: Großer Salat mit Linsen, Nüssen und wenig Käse
  • Abendessen: Vollkornreis mit viel Gemüse und einer kleinen Portion Fisch oder Hühnchen (2-3 x pro Woche)
  • Snacks: Nüsse, Obst, Gemüsesticks
Wochenplanung:
  • Montag bis Freitag: Hauptsächlich pflanzliche Mahlzeiten
  • 2-3 Tage: Kleine Portionen Fleisch oder Fisch (optional)
  • Täglich: Mindestens 5 Portionen Obst und Gemüse
  • Täglich: Eine Portion Hülsenfrüchte und Nüsse

 

Fazit

Die EAT-Lancet-Studie zeigt einen wissenschaftlich fundierten Weg auf, wie wir uns in Zukunft ernähren könnten, um sowohl gesund zu bleiben als auch unseren Planeten zu schützen. Die konkreten Mengenangaben machen deutlich, dass vor allem in westlichen Ländern eine erhebliche Reduktion des Fleischkonsums und eine deutliche Steigerung des Gemüse- und Hülsenfrüchteverzehrs notwendig wären. Während eine komplette Umstellung der globalen Ernährung eine enorme Herausforderung darstellt, kann jeder Einzelne bereits heute schrittweise in Richtung dieser Empfehlungen gehen. Die Botschaft ist klar: Was gut für unsere Gesundheit ist, ist meist auch gut für die Umwelt.

Dr. Jacobs Ernährungsplan ist eine praktische Anleitung dafür, wie eine pflanzenbasierte, klimaschonende Ernährung im Alltag umgesetzt werden kann.

Dr. Jacobs Ernährungsplan ist Bestandteil des Fachbuches „Dr. Jacobs Weg des genussvollen Verzichts – Die effektivsten Maßnahmen zur Prävention und Therapie von Zivilisationskrankheiten“ von Dr. med. L.M. Jacob. Dieses Buch beschreibt anhand mehr als 1.400 zitierten Studien die wissenschaftlichen Grundlagen für die Ernährungsempfehlungen zur nachhaltigen Erhaltung der Gesundheit. 

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Literatur:

  • BZFE 2025: Planetary Health Diet, Strategie für eine gesunde und nachhaltige Ernährung, Bundeszentrum für Ernährung. URL: www.bzfe.de/klima-und-wandel/essen-im-wandel/planetary-health-diet
  • Rockström J et al. (2025): The EAT–Lancet Commission on healthy, sustainable, and just food systems. The Lancet. [DOI: 10.1016/S0140-6736(25)01201-2]
  • Willett W, Rockström J, Loken B, et al. (2019): Food in the Anthropocene: the EAT-Lancet Commission on healthy diets from sustainable food systems. Lancet. 2019;393(10170):447-492. doi:10.1016/S0140-6736(18)31788-4

Eine Antwort

  1. Das ist der Jacobs-Weg, auf dem ich schon lange gehe. Ich kopiere Ihre Empfehlung, weil ich gut finde, dass wir uns alle damit auseinandersetzen. Auch übrigens die Gastronomie, Demeter-Höfe, Krankenhäuser und Altenheime. Ich wünsche uns allen, dass wir uns bewusst machen, dass jeder Mensch zum Wohl aller beitragen kann. Allerdings gilt es, dafür unseren Willen zu stärken, damit wir einsichtsvoll leben lernen. Sie tragen dazu bei. Vielen Dank für Ihre Taten, ihr Bemühen und alles Gute, Barbara Wolf

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