Mit pflanzlicher Kost und Eiweißfasten gegen Bluthochdruck

Bluthochdruck – wichtigster Risikofaktor für vermeidbare Todesfälle

Weltweit waren im Jahr 2017 nur vier Risikofaktoren für mehr als die Hälfte aller Todesfälle verantwortlich. Bluthochdruck (10,4 Millionen) steht dabei seit Jahrzehnten unangefochten an der Spitze, gefolgt von Rauchen (7,1 Millionen), hohen Blutzuckerwerten (6,5 Millionen) und einem hohen Body-Mass-Index (BMI) (4,7 Millionen) (Collaborators GBDRF, 2018).

Diese Zahlen vermögen so manchen nicht zu erschrecken, der getreu dem Motto lebt: „Dann habe ich wenigstens mein Leben genossen.“ Allerdings sind dieselben Risikofaktoren – in derselben Reihenfolge – auch für die sogenannten DALYs (disability-adjusted life years) verantwortlich. Mit DALY werden nicht nur die Sterblichkeit, sondern auch die Beeinträchtigung des beschwerdefreien Lebens durch Behinderung und Krankheit erfasst und in einer Maßzahl summiert. Wir riskieren also nicht nur einen früheren Tod, sondern auch ein Lebensende, das von schwerer Krankheit geprägt ist. Weiterlesen

Was bringt die Menschheit und die Natur wirklich um?

Wie wir uns und unsere Umwelt kaputt machen

Die derzeitigen Ernährungssysteme bedrohen sowohl unsere Umwelt als auch die Gesundheit der Menschen. Ein Großteil der Menschen konsumiert eine minderwertige Ernährung, die zu Mikronährstoff-Mängeln sowie Fettleibigkeit und Erkrankungen wie Koronare Herzkrankheit, Schlaganfall und Diabetes führt. Eine ungesunde Ernährung stellt ein höheres Risiko dar als ungeschützter Geschlechtsverkehr, Alkohol, Drogen und Tabak zusammengenommen. Auf der anderen Seite haben über 800 Millionen Menschen auf der Erde zu wenig Essen. Für eine gesunde Ernährung der Weltbevölkerung muss die heutige Ernährung erheblich verändert werden.

Die Ernährung nimmt aber nicht nur Einfluss auf die Gesundheit, sondern auch in immensem Ausmaß auf die Umwelt. Weiterlesen

Gute Vitamin-D-Versorgung sichert geistige Funktionen

Vitamin D wird in allen Altersstufen nicht nur für gesunde physische, sondern auch für geistige Funktionen benötigt. So scheint ein Vitamin D-Mangel mit Schizophrenie und Depressionen in Verbindung zu stehen.

Vitamin-D-Mangel erhöht Risiko für Depressionen

Bei einer Untersuchung mit fast 4000 Teilnehmern über 50 Jahren wurde zu Beginn der Studie der Vitamin D-Spiegel gemessen. Nach zwei und vier Jahren Follow up wurde die Inzidenz von Demenz erfasst. Studienteilnehmer mit einem Vitamin-D-Mangel (<30 nmol/l) hatten nach vier Jahren ein um 75 % erhöhtes Risiko für Depressionen (Briggs et al., 2018). Weiterlesen

Vitamin-D-Optimierung könnte eine große Anzahl an Brustkrebsfällen verhindern

Krebsvorsorge-Untersuchungen beim Frauenarzt sind wichtig, vor allem bei Risiko-Patientinnen mit familiärer Vorbelastung. Krebs zu entdecken hat jedoch nur wenig mit Prävention zu tun. Zu diesem Zeitpunkt ist es bereits zu spät, den Krebs zu verhindern. Noch viel mehr kann daher die echte Prävention ausmachen, die dazu beiträgt, dass der Krebs gar nicht erst entsteht. Weiterlesen

Besonders viel Aluminium in Grüntee, Schwarztee und Matcha

Aluminium lauert nicht nur in Laugengebäck und Deo

Aluminium ist nicht nur in vielen Deos enthalten, sondern allgegenwärtig. Aluminium kommt natürlicherweise in unterschiedlichen Mengen in Lebensmitteln vor, wird ihnen über Zusatzstoffe zugesetzt und kann durch Verarbeitung und Verpackung (wie die beliebte Alufolie im Haushalt) auf Lebensmittel übergehen (BfR, 2017).

Einen besonders hohen Aluminiumgehalt haben beispielsweise Spinat, Laugengebäck, Kakao und Tee (EFSA, 2008; Lindtner et al., 2014). Spinat enthält etwa 8 mg Aluminium pro kg (8 ppm) (BfR, 2014), Zeolith/Klinoptilolith bis zu 30.000 ppm. Ein Erwachsener nimmt wöchentlich 0,2-1,5 mg Aluminium pro Kilogramm Körpergewicht mit der Nahrung auf (BfR, 2017). Weiterlesen

Medikamente statt gesunder Lebensweise?

Lebensstilveränderungen müssen bei Bluthochdruck erste Wahl sein!

Fiona Godlee, die Chefredakteurin von The BMJ (ehemals British Medical Journal), einer der weltweit renommiertesten medizinischen Fachzeitschriften, stellt angesichts der neuen US-Guidelines die weit verbreitete Blutdruck-Medikation in Frage: Eine Massenmedikation der Bevölkerung kann nicht die Maßnahme sein, wo Lebensstilveränderungen viel mehr bewirken können!

 

Neue US-Blutdruck-Richtlinien

Das American College of Cardiology (ACC) und die American Heart Association (AHH) gaben 2017 neue, strengere Richtlinien für die Einstufung und Behandlung von Bluthochdruck heraus (s. Tabelle 1). Ziel ist die frühere Intervention zur effektiveren Bekämpfung von Bluthochdruck (Whelton et al., 2018). Weiterlesen

Viel Trinken kann Leben retten

Wasser halbiert Risiko für tödliche Herzerkrankungen

Ergebnisse der Adventist Health Study mit über 20.000 Teilnehmern zeigen, dass reichliches Trinken Leben retten kann: Männer, die fünf oder mehr Gläser (à 240 ml) Wasser am Tag tranken, hatten ein um 54 % reduziertes Risiko, eine tödlich verlaufende koronare Herzkrankheit zu entwickeln im Vergleich zu Männern, die lediglich zwei oder weniger Gläser Wasser am Tag tranken. Bei Frauen reduzierte eine hohe Wasserzufuhr das Risiko um 41 % (Chan et al., 2002).

Die Studienleiter stellen fest, dass die Viskosität des Blutes, der Hämatokrit und der Fibrinogenwert durch Dehydrierung (Wassermangel) erhöht werden können und unabhängige Risikofaktoren für koronare Herzerkrankungen sind (Chan et al., 2002). Daher ist die lebensrettende Wirkung von Wasser nicht erstaunlich.

Andere Getränke hatten allerdings den gegenteiligen Effekt! Weiterlesen

Omega-3-Fettsäuren für bessere Hirnleistung bei Jung und Alt

Nahrungsergänzung mit Omega-3-Fettsäuren lindert ADHS-Symptome

Ein Omega-3-Fettsäure-Mangel spielt womöglich eine bedeutende Rolle beim Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADHS). Eine Nahrungsergänzung mit Omega-3-Fettsäuren könnte eine kostengünstige und nebenwirkungsarme Alternative zu ADHS-Medikamenten sein (Chang et al., 2018).

Omega-3-Fettsäuren können die Symptome und die kognitive Leistung bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS verbessern. Dies ergab eine Metaanalyse, die 7 Studien mit insgesamt 534 Teilnehmern auswertete. Eine Nahrungsergänzung mit Omega-3-Fettsäuren verbesserte den Eltern zufolge die Aufmerksamkeit und verringerte die Hyperaktivitäts-Symptome der ADHS-Betroffenen. Zudem steigerte sich die kognitive Leistung. Die Untersuchung ergab außerdem, Weiterlesen

Anti-Zucker-Hype lässt die größeren Gefahren durch Salz vergessen

Die durch übermäßigen Zuckerverzehr verursachten Gesundheitsgefahren kursieren momentan in allen Medien. Zucker verursacht Übergewicht und Fettleibigkeit sowie zahlreiche andere Erkrankungen, wie z.B. Karies, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Kritisiert werden vor allem die versteckten Zucker, die die Industrie auch herzhaften Produkten zusetzt, sowie die verstärkte Werbung mit Kindern als Zielgruppe. Dass all dies ein Problem darstellt, daran besteht kein Zweifel. Dass der übermäßige Verzehr von Salz jedoch eine noch viel größere Gesundheitsgefahr mit sich bringt, wird durch diesen Anti-Zucker-Hype von vielen leider übersehen.

Salz ist jedes Jahr verantwortlich für weltweit 1,65 Millionen Herz-Kreislauf-Todesfälle

Natrium nehmen wir überwiegend in Form von Natriumchlorid zu uns, also als Kochsalz. In einer großen Studie untersuchten Forscher der Elite-Universität Harvard den Einfluss des weltweiten Natriumverzehrs auf die Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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Prostatakrebs, Ernährung und Lebensstil – neue Erkenntnisse

Fettreiche Ernährung fördert metastasierenden Prostatakrebs – vegane Ernährung schützt

Das Gen PTEN spielt eine wichtige Rolle bei Prostatakrebs. Es hemmt das Wachstum von Tumoren und wirkt somit schützend. Die Abwesenheit von PTEN in Kombination mit dem Fehlen von PML, einem anderen krebshemmenden Gen, steht in Verbindung mit einem vermehrten Auftreten von metastasierenden Tumoren. Die Ursache-Wirkungs-Beziehung konnte bei einer Studie an Mäusen mit langsam wachsendem, nicht-metastasierendem Prostatakrebs festgestellt werden, denen das PTEN-Gen fehlte. Die Abschaltung des PML-Gens reichte aus, um eine Metastasierung auszulösen. Auch eine westliche fettreiche Ernährung stimulierte die Metastasenbildung bei Mäusen, denen PTEN fehlte (Chen et al., 2018). Patienten mit hohem Risiko für metastasierenden Krebs könnten insbesondere von einer fettarmen Ernährung profitieren. Weiterlesen