Ursachen des metabolischen Syndroms

Adipositas, metabolisches Syndrom und Diabetes mellitus Typ 2 werden zu einer immer größeren Herausforderung für unser Gesundheitssystem. Die Ernährung ist entscheidend für die mitochondriale Energiegewinnung und somit für Stoffwechsel-Erkrankun­gen.

Eine Ursache für tödliches Quartett: Falsche ErnährungDie westliche Ernährung mit zu viel Zucker, Weißmehl, tie­ri­schem Protein und Fett hat eine hohe insulinogene Wirkung und führt zu einem Teufelskreis aus Hyperinsulin­ämie und Insulinresistenz und zur nicht-alkoholischen Fettleber (NAFLD). Dabei ist belegt, dass nicht nur zu viel Zucker, sondern vor allem auch gesättigte Fettsäuren und bestimmte Aminosäuren eine Insulinresistenz hervorrufen und damit ursächlich an der Entstehung des metabolischen Syndroms und von Diabetes mellitus Typ 2 beteiligt sind. Dies spiegelt sich in den großen weltweiten Studien wider und erklärt, warum das westliche Ernährungsmuster immer mit einer starken Zunahme dieser Erkrankungen korreliert, sobald es in einem Land Einzug hält.

Westliche Ernährungsweise: Grundlage für metabolisches Syndrom

Durch die westliche Ernährungsweise wird der Grundstein für eine proinflammatorische, abdominale Adi­po­si­tas und das meta­bo­li­sche Syndrom gelegt, die die Entstehung von Herz-Kreis­lauf-Erkran­kungen, Diabetes, Demenz und Krebserkrankungen fördern. Je früher man dieser Entwicklung entgegenwirkt, desto höher die Erfolgschancen.

Insulin spielt dabei eine Schlüsselrolle. Es fördert die VLDL-Synthese in der Leber, eine Hypertriglyzeridämie und Hypercholesterinämie, steigert Blutdruck und Herz­fre­quenz über eine Sympathikus-Aktivierung und zusammen mit einer hohen Fettzufuhr auch die Bildung der krebsfördernden Östrogene.

Die Insulinresistenz wird in eine periphere (Muskulatur) und zentrale Form (Leber) unterschieden. Die Entwicklungen der zentralen Insulinresistenz und Leberverfettung gehen Hand in Hand. Die nicht-alkoholische Fettleber ist bedingt durch mitochondriale Funk­tions­stö­rungen, die durch eine fettreiche Kost in Kom­bi­nation mit Bewegungsmangel und/oder Cholinmangel ausgelöst werden. Fruktose (z. B. als Fruktose-Glukose-Sirup oder Saccharose in Softgetränken) fördert dabei die Lipo­genese in der Leber. Insbesondere die hohe Zufuhr an gesättigten Fettsäuren im Verbund mit Bewe­gungs­mangel fördert Leber­verfettung und Insulinresistenz. Hoher Alkoholkonsum be­las­tet die Leber zusätzlich.

Die mitochondriale Dysfunktion verursacht oxidativen und nitrosativen Stress, der in Endothelzellen die endotheliale Dysfunktion als Hauptursache der Arteriosklerose sowie in allen Körperzellen DNA-, Lipid- und Proteinveränderungen bis hin zu Karzinombildungen fördert. Der Energiemangel auf Zell­ebene führt weiterhin zur kompensatorischen Steigerung der Nahrungsaufnahme und fördert die Lipogenese. Mit zunehmender abdominaler Adipositas steigen die freien Fett­säuren im Blut an und fördern eine proinflammatorische Stoffwechsellage.

Fettarm, vollwertig, pflanzlich: dem metabolischen Syndrom vorbeugen

GemüseDauerstress erhöht den Cortisol- und Aldosteronspiegel und trägt damit zur Entwicklung eines meta­bolischen Syndroms bei. Die zahlreichen Veränderungen, die durch die westliche Lebens- und Ernährungsweise ausgelöst werden, fördern im Zusammenspiel die typischen degenerativen Erkrankungen Diabetes mellitus Typ 2, Krebs, Herz-Kreislauf- und Gefäßerkran­kungen sowie die Neurodegeneration. Eine fettarme, vollwertige, pflanzliche Ernährung hingegen verbessert die körpereigene Blutzucker- und Insulinregulation und stellt daher die optimale Prävention dar.

Das tödliche Quartett des metabolischen Syndroms aus abdomineller Fettleibigkeit, Insulinresistenz, Dyslipidämie und Hypertonie hat seine Entsprechung in einer Ernährung auf Basis von Fleisch- und Milchprodukten, Zucker und Salz als alimentäres tödliches Quartett.

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