Studie: Prostatakrebs mag Wurst und Käse, aber keine Pflanzenkost

Neueste Ergebnisse der Adventist Health Study 2

Nun bestätigt es auch die Adventist Health Study 2: Eine vegane Ernährung verringert das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken. In der großen, prospektiven Kohortenstudie mit 26.346 Teilnehmern wurde der Einfluss der Ernährungsweise auf das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, untersucht. Im Verlauf der Studie entwickelten 1079 Teilnehmer einen Prostatakrebs. Die Auswertung der Ergebnisse zeigt, dass durch eine rein pflanzliche Ernährungsweise das Risiko für Prostatakrebs um 35 % verringert werden konnte. Dieser Effekt war mit 37 % insbesondere bei weißen Männern vorhanden. Ein Trend war jedoch auch bei afroamerikanischen Männern sichtbar (Tantamango-Bartley et al., 2015).

Als Ursache für das geringere Krebsrisiko bei veganer Ernährung vermuten Forscher die höhere Aufnahme von Ballaststoffen, Soja und antientzündlichen Antioxidantien aus Obst und Gemüse, sowie die geringere Aufnahme von gesättigten Fettsäuren, tierischem Protein und des insulinähnlichen Wachstumsfaktors (Insulin-like Growth Factor-1, IGF-1) aus Milchprodukten.

Ein weiterer Grund, weshalb vegane Adventisten ein geringeres Prostatakrebsrisiko haben, ist vermutlich deren niedrigeres Körpergewicht. Vegane Adventisten haben im Vergleich zu Fleisch-essenden Adventisten einen um 5,2 Einheiten geringeren Body-Mass-Index (BMI) (Tonstad et al., 2009), was in der Regel mit einem niedrigeren Körperfettanteil einhergeht. Dass zwischen dem Körperfettgehalt und dem Risiko für Prostatakrebs ein Zusammenhang besteht, geht aus dem aktuellen Bericht des World Cancer Research Fund International zum Thema Prostatakrebs hervor, der im November 2014 erschienen ist (WCRF International, 2014).

>> Zum ausführlichen Artikel (PDF)

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