Klinische Studien mit Pflanzenkost

Gemüse als ärztliche EmpfehlungEine pflanzenbasierte Ernährung und eine gesundheitsbewusste Lebensweise senken deutlich das Sterberisiko in Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-, Krebs-, Atemwegs- und Magen-Darm-Erkrankungen. Vegetarier und Veganer haben niedrigere Cholesterinwerte, weniger Körperfett und weniger oxidativen Stress. Eine pflanzenbasierte Ernährung wird in westlichen Ländern jedoch kaum noch umgesetzt. Insbesondere Männer verzehren in der Regel viel Fleisch. Frauen essen zwar weniger Fleisch, allerdings ist bei Ihnen der Verzehr von Milchprodukten sehr hoch, die ebenso viel tierisches Protein, gesättigte Fettsäuren und Cholesterin liefern – alles Faktoren, die bei der Entstehung von Zivilisa­tions-krankheiten von zentraler Bedeutung sind.

Verzicht auf tierische Lebensmittel schützt vor Krankheiten

Der US-amerikanische Arzt Caldwell Esselstyn untersucht seit den 1980er den Einfluss einer fettarmen Pflanzenkost auf die koronare Herzkrankheit– mit ausgezeichneten Langzeiterfolgen. Bei Patienten mit fortgeschrittener KHK bildeten sich die Stenosen dauerhaft zurück. Auch Dean Ornish konnte mit seinem von den US-Krankenkassen anerkannten Programm (fettarme, pflanzenbasierte Ernährung, Bewegungs- und Entspannungsmaßnahmen) erfolgreich Herz-Kreislauf-Erkrankungen behandeln und die Rückbildung von Koronarsklerosen in viel beachteten klinischen Studien belegen. Sein Programm erwies sich auch bei Patienten mit Prostatakrebs als wirksam.

Ein Verzicht auf tierische Lebensmittel reduzierte in klinischen Studien deutlich die Beschwerden bei rheumatischen Erkrankungen und Fibromyalgie und könnte der Entstehung von Autoimmun­erkrankungen entgegenwirken. Hierbei scheint die Darmflora eine wichtige Rolle zu spielen. Ebenso unterstützte eine fettarme, rein pflanzliche Ernährung in klinischen Studien mit sehr guter Compliance eine Gewichtsreduktion und senkte bei Diabetikern dauerhaft das Körpergewicht, den Langzeit-Blutzuckerwert (HbA1c), das LDL-Cholesterin sowie den Medikamentenbedarf.

Pflanzliche Ernährung fördert Leistungsfähigkeit

Pflanzliche Ernährung fördert Leistungsfähigkeit.Auch im (Leistungs-)Sport bewähren sich vegetarische und vegane Ernährungsweisen. Studien zeigen, dass diese die Leistungsfähigkeit nicht verringern, sondern sogar erhöhen. Pflanzlich ernährte Sportler erreichen nicht nur Spitzenpositionen im Wettkampf, sondern zeigen in Studien im Vergleich zu Mischköstlern größere Leistungen in Stärke, Widerstandsfähigkeit und Ausdauer sowie eine reduzierte Regenerationszeit.

Eine vegetarische Ernährung scheint sich außerdem positiv auf die psychische Verfassung auszuwirken, so dass weniger Angst, Stress und Depressionen auftreten.

Letztlich ist eine pflanzliche Ernährung nicht nur gut für die eigene Gesundheit. Auch die Umwelt und das Klima werden geschont, Tieren viel Leid erspart und dem Welthunger entgegengewirkt.

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